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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.11.02 Update isovolämische Hämodilution Hansen L. L. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Die Viskosität (die Fließfähigkeit) des Blutes nimmt logarithmisch zu, wenn dessen Fließgeschwindigkeit abnimmt. Verantwortlich für diese Viskositätszunahme sind die Blutzellen. Die Senkung des Hämatokrits führt zu einer Verbesserung der Mikrozirkulation und damit der Sauerstoffversorgung im minderversorgten Gewebe. Methode: Die Hämodilution wird am besten isovolämisch (Aderlass + gleichzeitiger Plamaersatz mit HAES 200000/0,5-10%) durchgeführt. Hypervolämisch (alleinige Infusion) erreicht man eine Hämatokritabsenkung von 2 bis 4%, während isovolämisch die Hämatokritabsenkung so weit steuerbar ist, wie der Patient es erträgt. Im Allgemeinen bevorzugen wir die Senkung des Hämatokrits auf 35 bis 37% und halten diesen Spiegel über 6 Wochen aufrecht (ausführliches Protokoll siehe www.uniklinik-freiburg.de/augenklinik). Ergebnisse: Durch die Hämodilution kann der Anteil der Patienten mit einem Visusanstieg von 10% bis 25% im Spontanverlauf auf etwa 40% bis 45% nach Hämodilution angehoben werden. Auch die Zahl der Patienten, die einen Lesevisus von =0,5 erreichen wird etwa verdoppelt. Auch für den Venenastverschluss können wir mit einer Prognoseverbesserung durch die Hämodilution rechnen. In beiden Fällen bleibt aber ein großer Prozentsatz der Patienten ohne Verbesserung oder sogar mit Verschlechterung zurück. Neovaskularisationsprobleme werden nicht gelöst! Schlussfolgerungen: Bei der Behandlung des retinalen Venenverschlusses sind in den vergangenen Jahren neue Therapieformen beschrieben worden. Trotz zahlreicher Publikationen liegen aber noch immer kaum evidenzbasierte Daten vor. Daher bleibt die isovolämische Hämodilution eine erwägenswerte, evidenzbasierte Standardtherapie, die sich vor allen Dingen mit den neueren Behandlungsformen kombinieren lässt.
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