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Abstract

DO.18.07

Immunsuppression bei Risikokeratoplastiken

Birnbaum F., Reinhard T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Immunreaktionen sind auch heute noch Hauptursache für das Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik, insbesondere in Risikosituationen wie vaskularisierten Wirtshornhäuten, limbusnahen Transplantaten und Re-Keratoplastiken. Bei Risikokeratoplastiken sollte daher eine mittelfristige systemische Immunsuppression durchgeführt werden. Bislang werden hierfür überwiegend Cyclosporin A (CSA) und Mycophenolatmofetil (MMF) eingesetzt. Die Effektivität der systemischen Gabe von MMF im Vergleich zur alleinigen topischen Immunsuppression mit Steroiden konnte in einer multizentrischen Studie nachgewiesen werden. Da durch eine systemische Immunsuppression erhebliche Nebenwirkungen verursacht werden können, wäre es langfristig wünschenswert, eine potente lokale immunmodulierende Dauertherapie zu entwickeln, die möglichst wenig Nebenwirkungen hat und den Einsatz systemischer Immunsuppressiva reduzieren oder sogar gänzlich überflüssig machen kann. Eine Option dafür wären FK506-Augentropfen oder neue therapeutische Ansätze wie subkonjunktivale Medikamententräger und lokal angiogenesehemmende Substanzen.

 
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