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Abstract

DO.12.13

Vergleich zwischen Raytracing und IOL-Formeln der 3. Generation

Preußner P. R.
Universitäts-Augenklinik Mainz

Ziel: Vergleich der Vorhersagegenauigkeit des Raytracing und der vier meist verwendeten Formeln der 3. Generation.
Methode: Numerisches Raytracing der gesamten Pupillenfläche auf der Basis der IOL-Herstellerdaten (Vertexradien, Dicke, Brechungindex und ggfls. Asphärizität) wird mit den Formeln nach Haigis, SRK/T, Hoffer-Q und Holladay verglichen. 2888 normale, 265 kurze (Achsenlängen<22mm), zwei Kollektive mit 50 und 59 langen (Achsenlängen >27mm) aus zwei unterschiedlichen Kliniken sowie zwei extrem kurze Augen (Achsenlängen 16.70mm und 16.72mm) werden untersucht, mit insgesamt 10 IOL-Modellen. Dabei werden die in der Literatur beschriebenen Adjustierungsmethoden der mittleren IOL-Position vorgenommen soweit anwendbar, und die Resultate der ”adjustierten“ werden mit denen der nicht adjustierten verglichen. Alle Achsenlängen und Hornhautradien werden mit dem IOLMaster (Zeiss) gemessen.
Ergebnisse: Für die ”adjustierten“ Berechnungen sind die Vorhersagefehler mit allen fünf Verfahren annähernd gleich (mittlerer absoluter Fehler ca.0.43dpt). Die Unterschiede zwischen den fünf Methoden nehmen systematisch zu längeren und mehr noch zu kürzeren Achsenlängen zu und erreichen 6dpt bei den extrem kurzen Augen. Das Raytracing ergibt dabei die genauesten Ergebnisse.
Schlussfolgerungen: Der Nutzeffekt des Raytraing nimmt zu, je weiter man sich von der Mitte der Population entfernt. Die Genauigkeit des Raytracing kann darüberhinaus durch die Hinzunahme weiterer Meßwerte wie Hornhautasphärizität (vor allem wichtig nach refraktiver Hornhautchirurgie), Hornhautrückseitenradius und Pupillenweite gesteigert werden.

 
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