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DO.02.05

Expression von Matrixmetalloproteinase-19 in der humanen Kornea und Untersuchungen zur Wundheilung im MMP-19 knock-out Mausmodell

Treumer F.1, Sedlacek R.2, Klettner A.1, Nölle B.1, Flöhr C.1, Roider J.1
1Augenklinik des Universitätsklinikums Schleswig Holstein, Campus Kiel; 2Institut für Biochemie des Universitätsklinikums Schleswig Holstein, Campus Kiel

Ziel: Untersuchungen zur Expression von Matrixmetalloproteinase-19 in der humanen Kornea und Aufzeigen einer möglichen Bedeutung dieser Protease bei der kornealen Wundheilung im Mausmodell.
Methode: Die korneale Expression von MMP-19 wurde an explantierten und paraffinfixierten Hornhäuten von 5 Keratokonuspatienten und 2 enukleierten Bulbi von Patienten mit normalem Hornhautbefund immunhistochemisch untersucht. Im Mausmodell wurde mit einem Excimer-Laser bei Wildtyp (wt) und bei MMP-19 knock-out (k.o.) Mäusen epithelial-stromale Korneawunden präpariert (Ablationstiefe: 45 µm, Durchmesser: 1,5 mm). Die Re-Epithelialisierung wurde nach 8h und 18h mittels Fluoreszeinfärbung dokumentiert und die Augen nach 5 Tagen immunhistochemisch aufgearbeitet.
Ergebnisse: In der humanen Hornhaut wird MMP-19 in den basalen Epithelzellen stark exprimiert, in den suprabasalen Schichten noch schwach und in den Stromazellen gar nicht exprimiert. Im Mausmodell betrug die Erosio nach 8h Heilung noch 89,9% (wt) bzw. 83% (k.o.) der Ausgangsfläche (p=0,09). Nach 18h Heilung betrug die Erosio noch 17% (wt) bzw. 13,3% (k.o.) der Ausgangsfläche (p=0,01).
Schlussfolgerungen: MMP-19 wird in den basalen Epithelzellen der humanen Kornea stark exprimiert. Im Mausmodell zeigt sich eine beschleunigte Re-Epithelialisierung in der MMP-19 knock-out Maus im Vergleich zum Wildtyp. MMP-19 könnte daher einen regulatorischen Effekt bei der kornealen Wundheilung spielen.

 
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