| |
106. DOG-Kongress Home
Aktuelles
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen
Wissenschaftliches Programm
Schwerpunkte
Donnerstag, 18.September
Freitag, 19.September
Samstag, 20.September
Sonntag, 21.September
Abstractband [PDF]
Highlights
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
Presseservice
DOG-Homepage
|
|
AbstractDO.12.10 Alkylphosphocholine: Eine neue Möglichkeit der pharmakologischen Nachstarprophylaxe? Liegl R., Kernt M., Kollias A., Kampik A., Priglinger S., Eibl K. H. Augenklinik der LMU München, Campus Innenstadt, München Ziel: Die häufigste Komplikation nach Kataraktchirurgie ist die hintere Kapselfibrose. Innerhalb der ersten 5 Jahre postoperativ entsteht ein Nachstar bei bis zu 30 % aller Patienten. Insbesondere akkomodative und multifokale Intraokularlinsen weisen jedoch deutlich höhere Nachstarraten von bis zu 100 % auf. Ausserdem verlieren die akkomodativen Linsen zum großen Teil ihre Akkomodationsfähigkeit nach Nd:YAG-Kapsulotomie. Eine pharmakologische Prophylaxe, möglichst intraoperativ anwendbar, wäre daher wünschenswert. Ziel dieser in-vitro-Studie war es, die Rolle der Alkylphosphocholine (APCs) bei der Proliferation von humanen Linsenepithelzellen zu untersuchen. Methode: Als in-vitro-Modell diente die immortalisierte humane Linsenepithelzell-Linie HLE-B3. Diese wurde über 24 h mit einem APC in unterschiedlichen Konzentrationen in Gegenwart von DMEM / 20 % FCS unter Standardzellkulturbedingungen inkubiert. Dann wurde der Live/Dead-Test zur Toxizitätsbestimmung durchgeführt. Nach Erstellung einer Wachstumskurve wurde die Proliferation der Zellen 72 h nach Aussähen auf 24-well-Platten und 24 h nach Zugabe der APCs mit dem MTT-Test gemessen und der IC50-Wert bestimmt. Ergebnisse: APCs können die Proliferation von humanen Linsenepithelzellen in Gegenwart von 20 % FCS in-vitro dosis-abhängig hemmen. Der IC50-Wert beträgt 200 mikroM ±SD. Der Life/Dead-Test ergab keinen Unterschied zur Kontrolle im getesteten Konzentrationsintervall. Schlussfolgerungen: APCs hemmen die Proliferation von humanen Linsenepithelzellen in nicht-toxischen Konzentrationen in-vitro. Die Substanz ist topisch gut applizierbar und eine intraoperative Anwendung zur pharmakologischen Nachstar-Prophylaxe mit APCs grundsätzlich möglich. Vor einer klinischen Anwendung sind jedoch weitere Studien in-vitro und in-vivo notwendig.
|
|