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Abstract

DO.01.13

Retinale Laserkoagulation mit dem PASCAL® Pattern Scanning Laser – Erste klinische Erfahrungen

Rüfer F., Flöhr C., Pörksen E., Roider J.
Augenklinik, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Ziel: Um bei retinaler Laserkoagulation mehrere Herde in Form von Mustern gleichzeitig applizieren zu können, wurde der PASCAL® Pattern Scanning Laser entwickelt. Damit ist gegenüber der Einzelherdtechnik eine Zeitersparnis zu erwarten. Es wurden erste klinische Erfahrungen mit dem System ausgewertet.
Methode: Der PASCAL® Pattern Scanning Laser (Fa. Optimedica, Santa Clara, Kalifornien, USA) ist ein frequenzverdoppelter Nd:YAG-Laser (532 nm), mit dem 1 bis 56 Herde nach voreingestellten Mustern applizierbar sind. Hierfür betragen die Expositionszeiten 10-30 ms und die Leistungen bis zu 2000 mW pro Einzelherd. Es wurden erste klinische Erfahrungen an 33 Patienten gewonnen. Bei 27 Patienten wurde die Schmerzempfindung ausgewertet. Die Schmerzen bei 14 Patienten in Gruppe 1 (Muster) und bei 13 Patienten in Gruppe 2 (Einzelherd) wurden mit den Schmerzen bei vorausgeganger konventionellen Laserkoagulation verglichen.
Ergebnisse: 15 weibliche und 18 männliche Patienten im Alter von 66±10 Jahren wurden eingeschlossen. Folgende Krankheitsbilder wurden therapiert: Diabetische Retinopathie (n=21), Z.n. Zentralvenenverschluss (n=4), Z.n. Venenastthrombose (n=4), retinales Foramen (n=2), okuläres Ischämiesyndrom bei Carotisstenose (n=2). Bei keinem Patienten traten Komplikationen auf.
In Gruppe 1 (Muster) hatten 10 Patienten keine oder weniger Schmerzen als bei konventioneller Laserkoagulation. 4 Patienten hatten Schmerzen. In Gruppe 2 (Einzelherd) hatten 6 Patienten keine oder weniger Schmerzen, 7 Patienten hatten Schmerzen. Unterschiede waren im exakten Fisher-Test nicht signifikant (p=0,17).
Schlussfolgerungen: Sowohl in Mustertechnik als auch in Einzelherdtechnik kommt es zu Schmerzen. Durch die Verwendung von Mustern kommt es bei panretinaler Laserkoagulation zu einer deutlichen Zeitersparnis. Ein gutes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Laser und Gewebe ist erforderlich um Überkoagulationen zu vermeiden.

 
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