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Abstract

DO.17.09

Einfluss von Mydriatika auf die Aberrationsmessung

Taneri S., Stottmeister S.
Zentrum für Refraktive Chirurgie, Münster

Ziel: Wellenfrontgeführte Ablationen beruhen auf einer Aberrationsmessung, die bei mesopisch erweiterter Pupille oder bei Patienten mit unzureichender Dilatation nach medikamentös induzierter Mydriasis erfolgt. Ziel der Studie war es anhand der vom Aberrometer vorhergesagten subjektiven Refraktion (PPR) zu untersuchen, ob Mydriatika die Aberrationsmessung beeinflussen.
Methode: In dieser retrospektiven Studie wurden 129 myope Augen in Miosis und in medikamentöser Mydriasis mit dem Zywave Aberrometer und einem Autorefraktor gemessen. Bei 100 Augen wurde Tropicamid 0,5%+Phenylephrin 2,5% und bei 29 Augen Tropicamid 0,5% zur Pupillenerweiterung verwendet. Die PPR für eine Pupillenweite von 3,5 mm (Sphäre, Zylinder, sphärisches Äquivalent) in Miosis und Mydriasis wurden gegenübergestellt. Die PPR wurden außerdem mit den jeweiligen Autorefraktorwerten in Miosis und Mydriasis verglichen.
Ergebnisse: Bei der Messung in Mydriasis wurde eine geringere Myopie festgestellt als in Miosis. Die Sphäre der PPR unterscheidet sich durchschnittlich um +0,23±0,3 dpt (-1,5 dpt bis +0,8 dpt) bei der Verwendung von Tropicamid 0,5% + Phenylephrin 2,5% von der Messung in Miosis. Bei Verwendung von Tropicamid-Augentropfen betrug der Unterschied +0,22±0,7 dpt (-1,12 dpt bis +0,6 dpt). Zylinder und Achse blieben ohne signifikanten Einfluss. Das Alter des Patienten hatte keinen Einfluss. Bei der Messung der Sphäre mit dem Autorefraktor war der Unterschied mit +0,16±0,3 dpt (Tropicamid 0,5%+Phenylephrin 2,5%) und +0,13±0,3 dpt (Tropicamid 0,5%) etwas geringer ausgeprägt. Zylinder und Achslage waren unverändert.
Schlussfolgerungen: Der zykloplegische Effekt von Mydriatika sollte bei der Interpretation von Aberrationsmessungen und der Planung von wellenfrontgeführten Laserablationen berücksichtigt werden.

 
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