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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.01.02 Komorbidität bei retinalen Gefäßverschlüssen Winkler O., Emmerich K.-H. Augenklinik des Klinikum Darmstadt Ziel: Erfassung und Analyse von Patienten, die auf dem Boden eines retinalen Gefäßverschlusses stationär eingewiesen worden waren. Das Patientengut sollte auf Vorerkrankungen, Geschlechtsverteilung, Altersverteilung, Seitenverteilung, Art des Verschlusses und auf kardiovaskuläre Risikofaktoren untersucht und ausgewertet werden. Methode: Es wurde retrospektiv über die Dauer eines Jahres 84 Patienten erfasst und ausgewertet, die aufgrund eines retinalen Gefäßverschlusses stationär eingewiesen worden waren. Ergebnisse: In den überwiegenden Fällen zeigte sich ein unzureichend eingestellter arterieller Blutdruck und eine pathologische Herzechographie. Das EKG stellte sich in der Hälfte der Fälle als pathologisch heraus. Die dopplersonographische Untersuchung der hirnversorgenden Gefäße zeigte in der Hälfte der Fälle bei arteriellen Verschlüssen mittelgradige und hochgradige Plaqueablagerung. Bei der gleichen Anzahl von Patienten zeigte sich eine Plaqueablagerung mit venösen Verschlüssen. In einem Drittel der Fälle zeigte das FAG ein ischämisches Bild, die verbleibenden waren ödematös oder nicht ischämisch. Die laborchemischen Untersuchungen zeigten eine signifikannte Komorbidität zu Hypercholesterinämie, Hypertriglyceridämie, Hyperlipoproteinämie, Diabetis mellitus, Hämatokriterhöhung und vereinzelt auch eine BSG-Sturzsenkung, eine APC-Resistenz, PAI Mangel, MTHFR, Homocysteinerhöhung. Schlussfolgerungen: Die Komorbidität bestimmt in weiten Bereichen das Auftreten eines retinalen Gefäßverschlusses. Diese Studie bestätigt die bisher bekannten Ätiologien wie unter anderem der unzureichend eingestellte arterielle Blutdruck und Diabetes mellitus, die Gefäßverkalkung der Karotiden, Klappenfunktionsstörungen, Gerinnungsstörungen, Cholesterin- und Triglyceridämien. Eine zukunftsweisende Richtung sollte eine Verbesserung in der frühen Erkennung und der ausreichenden Therapie dieser Erkrankungen sein, um eine Verminderung der Gefäßverschlüsse zu erreichen.
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