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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.24.04 Die prognostische Aussagekraft von Ki-67, p16, Östrogen- und Progesteronrezeptoren beim Bindehautmelanom Bredow L., Stützel L., Böhringer D., Reinhard T., Auw-Hädrich C. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Melanozytäre (Binde-)hautveränderungen können sich während der Schwangerschaft verändern und wachsen. Daher untersuchten wir, ob das Vorliegen von Östrogen- (ÖR) oder Progesteronrezeptoren (PR) einen Einfluss auf die Prognose bei Bindehautmelanomen hat. Dies verglichen wir mit der prognostischen Aussagekraft des Proliferationsmarkers Ki-67 sowie dem Zellzyklusprotein p16. Methode: 28 Paraffinpräparate von Bindehautmelanomen der Jahre 1994 bis 2005 wurden immunhistologisch mit Antikörpern gegen PR, ÖR (Ab-12), Ki-67 (Klon MIB1) sowie p16 untersucht. Das Patientenalter lag bei 33-90 Jahren, die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit bei 5,2 Jahren (5,4 Monate - 21 Jahre). Als Kontrolle dienten 27 Bindehautnävi mit vergleichbarer Altersverteilung. Ergebnisse: 15 Melanompatienten (54%) erlitten Rezidive; Metastasen traten bei 6 Patienten (21%) auf, von welchen nur einer überlebte. Ki-67 wurde in den Melanomen im Vergleich zu den Nävi stärker exprimiert (10,7% vs. 1,9%, p<0,001), auch p16 wurde tendentiell vermehrt exprimiert (40,9% vs. 23%, p=0,12). Innerhalb der Melanomgruppe konnte keine Korrelation zwischen vermehrter Ki-67-Expression und erhöhter Mortalität oder Rezidivrate nachgewiesen werden (p=0,91), auch eine niedrigere Expression von p16 bei Patienten mit schlechterer Prognose war nicht signifikant (p=0,46). ÖR-positive Zellkerne konnten bei Melanomen und Nävi in ähnlich großer Zahl nachgewiesen werden (p=0,36), PR-positive Zellkerne bei Melanomen tendentiell häufiger (4,3% vs. 2,3%, p=0,05). Es zeigte sich, dass eine hohe PR-Expression bei Frauen altersunabhänging mit einer besseren Überlebensrate verbunden war (p=0,035). Schlussfolgerungen: Eine erhöhte Ki-67-Expression bzw. niedrigere p16-Expression zeigte sich in unserem Bindehautmelanom-Patientenkollektiv nicht als zuverlässiger prognostischer Faktor. Es zeigte sich jedoch, dass Bindehautmelanome Hormonrezeptoren exprimieren, wobei eine hohe Progesteronrezeptorrate bei Frauen mit einer besseren Prognose verbunden war. Hieraus könnten sich neue therapeutische Ansätze für Bindehautmelanome ergeben.
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