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Abstract

DO.02.11

Phänotypische Charakterisierung des Hornhautepithels nach Transplantation von in vitro kultiviertem limbalem Epithel bei Patienten mit limbaler Stammzellinsuffizienz

Pauklin M., Brockmann-Ahmed S., Steuhl K.-P., Meller D.
Zentrum für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Essen

Ziel: Limbale Stammzellinsuffizienz (LSZI) ist gekennzeichnet durch Visusverlust und Konjunktivalisierung der Hornhautoberfläche (Pannus). Gute klinische Ergebnisse wurden bei Transplantation von in vitro kultiviertem limbalem Epithel beschrieben, aber das rekonstruierte Epithel wurde noch nicht umfassend untersucht. Ziel der Studie war es, das rekonstruierte Epithel nach Transplantation phänotypisch zu charakterisieren.
Methode: Bei vier Patienten mit einer kompletten LSZI wurde eine Transplantation von auf intakter Amnionmembran kultiviertem Limbusepithel durchgeführt. Drei Patienten wiesen ursächlich eine Verätzung und ein Patient eine perforierende Verletzung auf. Eine perforierende Keratoplastik wurde wegen tiefer stromaler Hornhautnarben bei allen Patienten durchschnittlich 8,5 Monate nach der Oberflächenrekonstruktion durchgeführt. Die Expression von phänotypischen (K3, K12, K19, MUC5AC), Entzündungs- und Vaskularisationsmarkern (IL-1a, IL-1b, ICAM-1, VCAM-1, VEGF) wurde mittels Real-Time PCR, Western Blotting und Immunfluoreszenz in den gewonnenen Hornhautscheibchen untersucht und mit normaler Hornhaut, Bindehaut und Pannusgewebe verglichen.
Ergebnisse: Drei der Fälle wurden klinisch als erfolgreich und einer wegen partieller peripherer Revaskularisation, aber intaktem Hornhautepithel, als teilweise erfolgreich eingestuft. Ein stabiles Epithel mit 5-7 Zellschichten wurde bei allen Patienten erreicht. Die Expression von phänotypischen und inflammatorischen Markern außer VCAM-1 war bei den obengenannten drei Fällen ähnlich zur normalen Hornhaut und die Expression von inflammatorischen Markern war im Vergleich zum Pannusgewebe wesentlich reduziert. Bei dem Patienten mit eingeschränktem Erfolg wurden Becherzellen in der peripheren Hornhaut und erhöhte Entzündungsparameter gefunden.
Schlussfolgerungen: Die vorliegende Studie zeigt, dass in den meisten Fällen nach Rekonstruktion des okulären Oberflächenepithels mit auf intakter AM ex vivo expandierten Limbusepithel ein regelrechter kornealer Phänotyp und eine Entzündungsreduktion langfristig erreicht werden kann.

 
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