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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.02.02 Hornhautperforation nach Crosslinking (CXL) mit Riboflavin und UV-A-Strahlung Kampik D., Schlunck G., Guthoff R., Geerling G. Augenklinik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Ziel: Durch photochemische Kollagenvernetzung mit Riboflavin und UV-A-Bestrahlung (CXL) soll bei Keratokonus eine Festigung der Hornhaut erreicht werden. Wir berichten von einem Patienten mit fortgeschrittenem Keratokonus, bei dem sich 7 Tage nach CXL eine Hornhautperforation zeigte. Fallvorstellung: Bei einem 34-jährigen Mann fiel die Entscheidung zur CXL bei progredientem Keratokonus. Anamnestisch wurde lediglich eine seit Kindheit bestehende einseitige Hörminderung und ein Spontanpneumothorax vor 10 Jahren angegeben. Der Visus betrug unkorrigiert bds. 1/50, mit Gläsern korrigiert am zu operierenden rechten Auge 0,2 (am linken Auge 0,5). Der maximale Krümmungsradius im Zentrum lag bei 60,4 dpt., die zentrale Hornhautdicke (CCT) bei 428 µm. Im Keratokonus-Apex zeigte sich eine subepitheliale Narbe, hier eine Dicke von 239 µm. Nach Abrasio wurde das Stroma mittels hypotoner Lösung (Riboflavin 0,1% in Aqua dest.) gequollen: unter Kontrolle mit OCT-basierter Online-Pachymetrie konnte die CCT von initial 337 µm nach Abrasio auf 470 µm erhöht werden. Es folgte die 30minütige Bestrahlung mit UV-A-Licht unter weiterer Applikation von Riboflavin. Am 7. postoperativen Tag zeigte sich ohne wesentlichen Reiz ein rupturartiges Ulkus mit Fistulation im Bereich der vorbeschriebenen Narbe, die sich durch eine Naht nicht abdichten ließ. Stattdessen schritt die Einschmelzung fort, sodass am Folgetag eine perforierende Keratoplastik erfolgte. Ergebnisse: Histologisch fand sich eine Rarefizierung der Keratozyten im anterioren Stroma, teilweise mit pyknotischen Nuclei, jedoch kaum eine leukozytäre Infiltration. Klinische und histologische Befunde lassen eine infektiöse Ursache für die korneale Einschmelzung unwahrscheinlich erscheinen. Mögliche pathogenetische Mechanismen sind eine atopische Diathese, eine Störung im Kollagenmetabolismus oder ein zuvor unerkannter Zustand nach akutem Hydrops. Schlussfolgerungen: Auch wenn CXL als sichere Methode gilt, sollte anamnestisch nach Hinweisen für eine Bindegewebsschwäche gesucht und über eine Perforation als mögliche Komplikation aufgeklärt werden.
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