DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 106. DOG-Kongress
  English Site Suche:  
  106. DOG-Kongress Home

Aktuelles

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Wissenschaftliches Programm
Schwerpunkte
Donnerstag, 18.September
Freitag, 19.September
Samstag, 20.September
Sonntag, 21.September
Abstractband [PDF]
Highlights
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

DOG-Homepage
 

Abstract

DO.24.06

HPV-negatives Bindehautpapillom mit Übergang in HPV-positives Bindehautkarzinom

Bredow L., Martin G., Reinhard T., Mittelviefhaus H., Auw-Haedrich C.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Fallbericht: Eine 83-jährige Frau stellte sich mit einer ausgedehnten papillomatösen, gefäßreichen Veränderung der medialen und inferioren bulbären Bindehaut vor. Die Veränderung wurde mit Malignomverdacht chirurgisch entfernt und die Schnittränder mit Kryotherapie behandelt. Histologisch zeigte sich jedoch kein Karzinom, sondern ein Bindehautpapillom. Innerhalb des nächsten Jahres kam es zu Rezidiven, die zwei folgenden Exzidate zeigten histologisch ebenfalls ein Bindehautpapillom. Zwei Jahre später stellte sich die Patientin erneut mit ausgedehntem Bindehauttumor vor, welcher chirurgisch nicht in toto entfernt werden konnte. Histologisch fand sich ein gut differenziertes Plattenepithelkarzinom der Bindehaut. Die Patientin verweigerte eine adjuvante Bestrahlung. Sechs Monate später führte das rasche Tumorwachstum mit Infiltration der Orbita und der Lider zur Exenteration. Bei der Untersuchung der Paraffinpräparate auf humanes Papillomavirus (HPV) mittels PCR konnte bei den ersten drei Präparaten, welche alle ein Papillom aufwiesen, kein HPV nachgewiesen werden, das Karzinompräparat jedoch war positiv für HPV-16.
Die Progression eines Bindehautpapilloms zum Bindehautkarzinom ist ungewöhnlich. Eine Rolle hierbei könnte die Infektion mit HPV-16 spielen, von welchem für andere epitheliale Tumoren wie dem Zervixkarzinom eine karzinogene Wirkung bekannt ist.

 
Zurück    
Seitenanfang