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Abstract

DO.17.07

Refraktiver Linsenaustausch mit Multifokallinsen

Lerche R.-C., Joergensen J., Fleischer M., Weingärtner E., Lamcke I., Schumacher S., Köhler J., Boberg-Ans J.
EuroEyes, Zentrum für refraktive Chirurgie, Hamburg

Ziel: Die Korrektur der Presbyopie ist noch immer eine Herausforderung der refraktiven und Linsen-Chirurgie. Neben der Monovision bietet sich gerade bei älteren Patienten der Einsatz von Mulitfokallinsen an. Ziel der Studie war die Evaluation eines großen Patientenkollektivs mit Darstellung der Ergebnisse und Nebenwirkungen dieser Operationsmethode.
Methode: In einer prospektiven Studie wurden 412 Augen bei 206 Patienten mit einer Multifokallinse versorgt und über 3 Monate nachuntersucht. Drei Gruppen entsprechend der Ausgangsrefraktion wurden gebildet. Visus, Lesevisus, Postrefraktion und subjektive Zufriedenheit waren die Parameter der Untersuchung. Linsentypische Nebenwirkungen wie Halos und Restrefraktion sowie korrigierende Bioptics-Maßnahmen wurden analysiert.
Ergebnisse: Es wurden 297 hyperope Augen, 25 emmetrope Augen sowie 90 myope Augen in die Studie eingeschlossen. Die Sehschärfe stieg von präoperativ 0,28 bzw. 0,62 bzw. 0,1 auf postoperativ 0,71 bzw.0,80 bzw. 0,74. Der unkorrigierte Lesevisus betrug 0,83 bzw. 0,87 bzw. 0,84. Subjektive Einschränkungen traten in erster Linie als Blendung, Halos und Restfehlsichtigkeit auf. Neben 29 geplanten Biopticsverfahren mittels wellenfrontgesteuerter LASIK wurde bei weiteren 32 Augen eine Laserbehandlung erforderlich. In 4 Augen wurde ein zweiter intraokularer Eingriff zum Austausch gegen eine Monofokallinse notwendig.
Schlussfolgerungen: Der refraktive Linsenaustausch mit Multifokallinsen ist ein sicheres und effizientes Verfahren zur Presbyopie- und Fehlsichtigkeitskorrektur. Mögliche subjektive Einschränkungen nach der Operation bedürfen allerdings der Bereitstellung einer hochentwickelten Lasertechnologie und einer intensiven Betreuung. Mittels Biotpics-Verfahren können die hohen Ansprüchen der Patienten befriedigt werden.

 
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