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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.01.10 Mikrostrukturelle Veränderungen in retinalen arteriellen Gefäßlängschnittsprofilen bei systemischem Bluthochdruck Lanzl I.1, Nagel E.2, Seidova S.-F.1, Kotliar K.1 1Augenklinik der TU München, Klinikum rechts der Isar, München; 2Augenarztpraxis, Rudolstadt Ziel: Am Augenhintergrund können Gefäße mittels Retinal Vessel Analyser (RVA) nicht invasiv untersucht werden. In einer früheren Studie zeigten wir, dass hochfrequente Wandregelmäßigkeiten (Kaliberschwankung) retinaler Arterien entlang eines Gefäßlängschnittsprofils bei Gesunden mit zunehmendem Alter signifikant unregelmäßiger werden. Ob arterielle Gefäßlängschnittsprofile bei Patienten mit systemischem Bluthochdruck verändert sind, wurde in der vorliegenden Studie untersucht. Methode: Bei 15 bisher unbehandelten Patienten mit systemischem Bluthochdruck (Alter: 47,0 (43,5; 61,5) Jahre (Median(1 Quartile; 3 Quartile)) und 15 alters- und geschlechtsgematchten Gesunden wurden mittels RVA die Gefäßweite eines Netzhautgefäßabschnittes bestimmt. Nach 1 Min Baseline wurde monochromatischer Luminanzflicker (530-600 nm, 12,5 Hz) für 20 Sek appliziert. Änderungen im Gefäßlängsschnittprofil retinaler Arterien eines 1 mm langen Segmentes wurden analysiert. Ergebnisse: Die gemittelten reduzierten Leistungspektren (GRLS) während der Konstriktion und der Dilatation unterschieden sich in der gesunden Gruppe nicht. In der Bluthochdruckgruppe unterschied sich die gemittelte Fläche unter den GRLS signifikant innerhalb des Frequenzbandes von 0,03-0,06 Hz bei der Dilatation (0,226(0,150; 0,292)) von der Konstriktion (0,317(0,221; 0,396)), Baseline (0,371(0,241; 0,425)) und Relaxation (0,352(0,243; 0,412)) (p<0,05). Schlussfolgerungen: Die Mikrostruktur arterieller Gefäßlängschnittsprofile ändert sich bei anamnestisch Gesunden in verschiedenen Phasen der Gefäßreaktion nicht. Die arteriellen Gefäßlängschnittsprofile bei systemischem Bluthochdruck werden während der Gefäßdilatation weniger unregelmäßig. Dies könnte ein Hinweis für die Existenz von vaskulären Atypien bei systemischem Bluthochdruck sein. Möglicherweise ist die bei der neurovaskulären Kopplung erhöhte NO Produktion für eine Glättung des Profils bei der Dilatation bei Hypertonikern verantwortlich.
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