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Abstract

DO.16.06

Postoperative Interventionen nach Goniotrepanation mit und ohne subkonjunktivaler Gabe von Triamcinolon acetonid

Eylers T., Heinz C., Heiligenhaus A., Koch J. M.
Augenabteilung des St. Franziskus Hospitals Münster

Ziel: Untersuchung der notwendigen postoperativen Interventionen nach Goniotrepanation mit und ohne einer einmaligen, intraoperativen, subkonjunktivalen Gabe von Triamcinolon acetonid.
Methode: Retrospektive Studie an insgesamt n=74 Augen (71 Patienten) mit POWG oder PEX -Glaukom ohne Voroperation oder ophthalmologischen Zusatzerkrankungen. Randomisiert zugeordnet erhielten 35 Augen insgesamt 0,2 ml (=8 mg) Triamcinolon (= Triam-Gruppe) und 39 Augen 0,2 ml balancierte Salzlösung (=Kontrollgruppe). Dieses wurde intraoperativ vor Wundverschluss jeweils angrenzend an das sklerale Deckelchen nasal und temporal subkonjunktival appliziert. Nach einem Jahr postoperativ wurde in Abhängigkeit des gemessenen IOD die Notwendigkeit einer antiglaukomatösen Medikation und der postoperativen Interventionsrate in Form von Revisionen oder Needling ermittelt.
Ergebnisse: Nach einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 53,2 Wochen war der mittlere IOD der Triam-Gruppe von 22,9 mm Hg prä- auf 13,0 mm Hg postoperativ gesunken, in der Kontrollgruppe von 24,7 mm Hg prä- auf 13,8 mm Hg postoperativ. In der Triam-Gruppe benötigten 10 Augen eine zusätzliche topische Medikation um den Zieldruck zu erreichen und in der Kontrollgruppe 13 Augen. Zudem waren in der Triam-Gruppe an 6 Augen 23 Needlings sowie 2x Fadennachlegungen und in der Kontroll-Gruppe an 10 Augen 18 Needlings und an 1 Auge eine Revisionsoperation notwendig. Zwischen den Gruppen fand sich keine signifikante Differenz bezüglich des postoperativen Operationserfolges und der Interventionsnotwendigkeit.
Schlussfolgerungen: Bei gleich guten Ergebnissen (Senkung des Augeninnendruckes ≤ 14 mmHg nach AGIS) fanden sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich der postoperativ notwendigen Anzahl der antiglaukomatösen Medikation, der Needling- und der Komplikationsrate bei Trabekulektomie mit und ohne einmaliger, intraoperativer Gabe von Triamcinolon.

 
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