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DO.05.04

Netzhautfunktion nach Applikation von neuralen Stammzellen in ein Rhodopsin Knock-in Mausmodell einer tapetoretinalen Dystrophie

Rüther K.1, Skosyrski S.1, Bartsch U.2
1Charité - Universitätsmedizin Berlin, Augenklinik, Campus Virchow-Klinikum; 2Transplantationslabor der UKE-Augenklinik Hamburg

Ziel: Ein Rhodopsin Knock-in (KI) Mausmodell für eine erbliche Netzhautdystrophie* wurde hinsichtlich des Effekts einer intraretinalen Transplantation von neuralen Stammzellen (NSCs) auf die Netzhautfunktion untersucht. In einem ersten Schritt ging es um die Sicherheit der Transplantation.
*Zur Verfügung gestellt von Wim de Grip, Department of Biochemistry, Nijmegen Center for Molecular Life Sciences, University of Nijmegen Medical School
Methode: NSCs wurden vom Striatum embryonaler EGFP*-trangener Mäuse isoliert. Zellen der fünften Passage wurden in 10 Tage (9 KI, 9 Wildtyp-(WT)-Mäuse) sowie 30 Tage alte Mäuse (8 KI und 8 WT) intraretinal injiziert. Die kontralateralen Augen jedes Tieres erhielten Vehikel-Injektionen und dienten als Kontrolle. Die Mäuse wurden im Alter von 2,5 und 4,5 Monaten mittels Ganzfeld-ERG untersucht. *Enhanced green fluorescent protein
Ergebnisse: Vier von 16 der am 30. Lebenstag injizierten Mäuse entwickelten eine Phtisis bulbi, sowohl im Zell- wie auch im Vehikel-injizierten Auge, was bei den im Alter von 10 Tagen injizierten Mäuse nicht beobachtet wurde. Einige Mäuse der 10-Tages- und der 30-Tages-Gruppe entwickelten eine Trübung der brechenden Medien. Während WT-Mäuse der mit Zellen behandelten 10-Tages-Gruppe niedrigere ERG-Amplituden aufwiesen als die mit Vehikel Behandelten, traf das Gegenteil auf die KI-Mäuse zu. In der 30-Tages-Gruppe zeigten beide Mausgruppen etwas niedrigere ERG-Komponenten unabhängig von der Art der Injektion. Allerdings erreichte keine der genannten Unterschiede statistische Signifikanz.
Schlussfolgerungen: Intraretinale Injektionen können zu Transparenzminderungen der brechenden Medien führen. Die Netzhautfunktion kann mittels ERG dennoch untersucht werden. Insgesamt konnten keine signifikanten Funktionsverbesserungen in den mit neuralen Stammzellen behandelten Tieren gefunden werden. Allerdings gibt es bei den früh transplantierten Mäusen eine positive Tendenz der Netzhautfunktion, und die Komplikation einer Phtisis bulbi scheint bei den früh behandelten Tieren seltener zu sein.
Unterstützt von der Stiftung der Pro Retina Deutschland e.V

 
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