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Abstract

DO.17.05

Refraktive Linsenchirurgie nach Keratoplastik

Buchwald H.-J.
Augenklinik, Universität Ulm, Ulm, Deutschland

Ziel: Im Zusammenhang mit der Kleinschnitttechnik und der Weiterentwicklung torischer Intarokularlinsen ist der refraktive Anspruch an die Kataraktoperation im letzten Jahrzehnt gestiegen. So soll ein voller Visus möglichst auch ohne Korrektur erreicht werden, auch wenn ein höherer Astigmatismus z.B. nach perforierender Keratoplastik besteht.
Ergebnisse: Zur Astigmatismuskorrektur können korneale Inzisionen verwendet werden, die entweder mit der Klinge oder mit dem Femtosekundenlaser durchgeführt werden. Neben einer geeigneten Schnittführung kommen bei Patienten mit höherem Astigmatismus torische Intraokularlinsen (IOL) zur Anwendung. Nach Kataraktoperation oder clear lens extraction (CLE) kann eine Implantation in den Kapselsack, bei bestehender Pseudophakie oder nach IOL-Entfernung auch in den Sulkus erfolgen. Eine exakte Positionierung der IOL unter Ausschluß der Zyklorotation im Liegen ist entscheidend für den operativen Erfolg. Die verbesserten Haptiken der IOL erreichen inzwischen eine sehr gute postoperative Rotationsstabilität.
Schlussfolgerungen: Mit der Weiterentwicklung der torischer Intraokularlinsen ist es in letzter Zeit besser möglich geworden, die individuellen refraktiven Bedürfnisse von Patienten mit höherem Astigmatismus zu berücksichtigen.

 
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