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Abstract

DO.17.06

Neue torische diffraktive Multifokallinse in der refraktiven Chirurgie

Liekfeld A., Torun N., Friederici L.
Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Augenklinik und Poliklinik, Berlin

Ziel: Zur Korrektur einer hohen Myopie, Hyperopie oder Presbyopie in Verbindung mit einem Hornhaut-Astigmatismus stand bisher als Therapie-Option in der refraktiven Chirurgie eine Kombination aus Linsen- und Hornhaut-Chirurgie im Sinne von Bioptics zur Verfügung. Erstmalig ist nun seit Sommer 2007 eine diffraktive Multifokallinse als torisches Modell zur Korrektur der kombiniert vorliegenden Refraktionsfehler erhältlich. Die ersten Ergebnisse von 6 Augen (4 Patienten) stellen wir hier vor.
Methode: An den 6 Augen von 4 Patienten (Alter: 25-57 Jahre) erfolgte ein refraktiver Linsenaustausch mit Implantation einer torischen diffraktiven Multifokallinse (Acri.LISA toric, Fa. Zeiss/*Acritec). Der bestkorrigierte präoperative Visus lag zwischen 0,5 und 1,0. Die präoperative Refraktion der 6 Augen war im Einzelnen: +6,0cc-5,75/60°; -15,75cc-4,5/0°; -15,75cc-5,5/20°; -6,5cc-3,0/6°; -5,0cc-3,25/0°; -4,25cc-4,0/17°.
Ergebnisse: Postoperativ lag der unkorrigierte Visus zwischen 0,5 und 1,25. Die Refraktion war im Einzelnen bei den 6 Augen: +1,0cc-0,75/35°; +1,5cc-0,75/105°; +1,0sph; +0,5cc-0,75/30°; +0,5cc-0,5/50°; +0,5sph. Es zeigte sich eine hohe Refraktionsstabilität auch 6 Monate postoperativ. Die Zufriedenheit der Patienten war sehr hoch.
Schlussfolgerungen: Die neue torische Multifokallinse stellt eine neue Therapie-Option in der refraktiven Chirurgie dar. Die ersten Ergebnisse sind sehr erfolgversprechend. Abzuwarten bleibt der Vergleich mit dem Bioptics-Verfahren.

 
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