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Abstract

DO.17.04

Femtosekunden-Lentotomie: Veränderungen der Linse durch Femtosekundenlaser mit hohen Repetitionsraten

Gerten G.1, Schumacher S.2, Fromm M.2, Bock P.3, Imbschweiler I.3, Beineke A.3, Wegener A.4, Kermani O.1, Lubatschowski H.2, Oberheide U.1
1Laserforum Köln eV, Cologne, Germany; 2Biomedical Optics Department, Laser Zentrum Hannover eV, Hannover, Germany; 3Institut für Pathologie, Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover, Germany; 4Augenklinik der Universität Bonn, Bonn, Germany

Ziel: Nach der Helmholtzschen Beschreibung des Akkommodationsprozesses ist einer der Gründe für die Presbyopieentwicklung die fortschreitende Sklerosierung der Linse. Ein mögliches Konzept zur Wiederherstellung bzw. Erhöhung der Elastizität der kristallinen Linse ist die Behandlung durch Femtosekunden (fs)-Laser erzeugte Schnittebenen in der Linse. Ziel der Untersuchungen ist die Evaluierung von Veränderungen in der Linse durch den Einfluss hochrepetierender Fs-Laserpulse.
Methode: Mit einem 100 kHz-Fs-Laser (Imra µJewel) wurden Mikroinzisionen im kristallinen Linsenmaterial von Schweine-, Kaninchen- und humanen Spenderlinsen in einem Laboraufbau erzeugt. Die behandelten Augen wurden histologisch und mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) auf Schnitte und Gewebeveränderungen untersucht. Änderungen in den mechanischen Eigenschaften der Linsen wurden über Rotations- und Dehnungsmessungen überprüft.
Ergebnisse: Mittels OCT war eine Detektion der Schnittebenen in den Linsen möglich. In den histologischen Aufarbeitungen zeigten sich in dem umgebenden Gewebe nur minimale Veränderungen. In Rotations- und Dehnungsuntersuchungen konnte eine höhere Flexibilität der behandelten Linsen nachgewiesen werden.
Schlussfolgerungen: Durch Fs-Laserstrahlung erzeugte Schnitte innerhalb der Linse führen zu einem Zuwachs an Flexibilität. Mit hohen Repetitionsraten des Fs-Lasers konnte gegenüber früheren Untersuchungen die Behandlungszeit deutlich reduziert werden, ohne die die Schnitte umgebenden Linsenfasern negativ zu beeinflussen.

 
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