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Abstract

DO.16.08

Minimal invasive Kataraktoperation (MICS) kombiniert mit Trabekulektomie (MICS-TE). Vorstellung eines neuen Kombinationsverfahrens im Rahmen einer Pilotstudie.

Thieme H., Kurz S., Nameh A., Pfeiffer N.
Augenklinik und Augenpoliklinik, Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

Ziel: Bisher ist nicht gesichert, ob das einzeitige oder zweizeitige Vorgehen bei Trabekulektomie und Phakoemulsifikation besser ist. Ziel dieser Pilotstudie ist es, den Erfolg und die operative Sicherheit eines neuen kombinierten Operationsverfahrens zu evaluieren, wobei die jüngste IOL Technologie Anwendung findet.
Methode: In dieser Pilotstudie wurde die Standard-Trabekulektomie fornix-basal mit Mitomycin C mit einer Phakoemulsifikation durch eine 1,8 mm clear cornea Parazentese (MICS-Technik) kombiniert. Das Operationsareal für die Trabekulektomie liegt hierbei in der üblichen 12:00 Uhr Position und die beiden Parazentesen für die Phakoemulsifikation (1,5 und 1,8 mm) in der 10:00 und 14:00 Uhr Position, also entfernt vom Skleradeckel, welcher mit insgesamt 4 Skleradeckelfäden (10-0 Nylon) fixiert wurde. Es wurde ausnahmslos die Akreos MI60 Linse implantiert. Es wurden insgesamt 10 Patienten mit dieser neuen Methode operativ versorgt und auf Visus; IOD, Komplikationen und weitere Parameter untersucht.
Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Patienten (4 Frauen / 6 Männer) betrug 76,6 Jahre. Neben einer relevanten Katarakt litten 3 Patienten an PEX-Glaukom, 5 an Primärem Offenwinkelglaukom und 2 hatten ein Engwinkelglaukom; die durchschnittliche Glaukommedikation betrug 2,6. Intraoperativ fanden sich keine Komplikationen. Postoperativ konnte der IOD auf im Mittel 10,2 gesenkt werden (präoperativ im Mittel 24,1). Hierzu waren im Schnitt 5,8 5-FU-Injektionen nötig (zwischen 1 und 12) und 1,3 Suturolysen (zwischen 0 und 3). Hypotonien traten postoperativ nicht auf. In einem Fall war ein frühes needling (innerhalb der ersten zwei Wochen postoperativ) notwendig.
Schlussfolgerungen: Die MICS-TE stellt ein sicheres Kombinationsverfahren zur operativen Versorgung von Glaukompatienten dar, die gleichzeitig eine Kataraktoperation bedürfen und bei denen es ratsam erscheint die beiden Eingriffe zu kombinieren. Weiter Studien sind nötig, um den Langzeiterfolg dieser neuen Methode zu evaluieren.

 
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