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Abstract

DO.12.01

Einfluss der Geometrie auf die Kapselsackstabilität von Intraokularlinsen aus hydrophilem Acrylat

Wirbelauer C., Aurich H., Häberle H., Pham D. T.
Klinik für Augenheilkunde, Vivantes Klinikum Neukölln, Berlin

Ziel: In dieser experimentellen und klinischen Untersuchung sollte der Einfluss der Geometrie auf die Kapselsackstabilität von Intraokularlinsen (IOL) aus hydrophilem Acrylat überprüft werden.
Methode: Zwei CE-zertifizierte, einstückige IOL aus hydrophilem Acrylat wurden untersucht. Die Geometrien unterschieden sich hauptsächlich in der Haptikanwinkelung von 10° (L-305, Oculentis) und 0° (L-302-1, Oculentis). Zunächst wurden Laboruntersuchungen unter standardisierten Bedingungen zur biomechanischen Prüfung von IOL nach der DIN-Norm (DIN EN ISO 11979-3) durchgeführt. In der klinischen Anwendung wurden die IOL bei jeweils 50 Patienten implantiert und über mindestens 6 Wochen nachuntersucht.
Ergebnisse: Die biomechanischen Prüfungen zeigten eine axiale Verlagerung von durchschnittlich 1,54 mm (L-305) bzw. 0,9 mm (L-302-1), eine Dezentrierung der Optik von 0,63 mm bzw. 0,15 mm und eine Kippung der Optik von 6,6° bzw. 2,6°. Alle Parameter des Modells ohne Haptikanwinkelung (L-302-1) lagen innerhalb der Spezifikationen der DIN-Norm (P<0,05). Die klinischen Erfahrungen bestätigten die bessere Kapselsackstabilität im Vergleich zum Modell mit einer Anwinkelung von 10°.
Schlussfolgerungen: Die Untersuchungen zeigten, dass die Geometrie bei IOL aus hydrophilem Acrylat einen erheblichen Einfluss auf die biomechanische Stabilität aufwies. Durch Veränderungen der Anwinkelung im Bereich des Übergangs der Haptik zur Optik konnte eine bessere biomechanische Anpassung gegenüber Kompressionskräften und eine bessere Kapselsackstabilität erreicht werden.

 
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