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106. DOG-Kongress Home
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AbstractDO.02.12 Hornhauttrepanation Ist der technische Fortschritt für den Patienten relevant? Schmitz K. Universitäts-Augenklinik Düsseldorf Nach über 100jähriger erfolgreicher Geschichte der Keratoplastik hat es gerade in den letzten Jahren ganz erhebliche Weiterentwicklungen bei der Trepanation von Spender- und Empfängerhornhaut gegeben. Nachdem im Bereich der perforierenden Keratoplastik bis 1990 nahezu ausschließlich mechanisch rotierende Rundtrepane zum Einsatz kamen, bewegen sich neue Ansätze in Richtung einer nicht-mechanischen Trepanation (Excimer-Laser, neuerdings auch mit dem Femtosekunden-Laser). Gleichzeitig sind heute verschiedene geführte Trepansysteme kommerziell erhältlich, die eine Verbesserung der Schnittgeometrie und eine Trepanation von der epithelialen Seite sowohl bei der Spender- als auch der Empfängerhornhaut in identischer Weise ermöglichen. Durch die Fortentwicklung der Trepanationstechnik soll zum einen die Geometrie der Hornhaut besser und vorhersagbarer wiederhergestellt werden und damit durch Reduzierung des postoperativen Astigmatismus das optische Ergebnis für den Patienten verbessert werden. Auf der anderen Seite erhofft man sich eine Minderung des Risikos für Immunreaktionen und damit einen günstigen Einfluss auf das klare Transplantatüberleben. Ebenfalls sind die Präparationstechniken im Bereich der lamellierenden Keratoplastik in jüngster Zeit ganz erheblich weiterentwickelt worden, so dass dieses gewebeeinsparende Verfahren geradezu eine Renaissance erlebt. Eine ganze Vielzahl verschiedener Techniken sowohl für die selektive posteriore lamelläre Keratoplastik als auch die tiefe anteriore Keratoplastik wurden beschrieben. Aufgrund des geringeren transplantierten Gewebevolumens und der intraoperativ zumindest partiell erhaltenen mechanischen Integrität der Hornhaut sind hier theoretisch günstige Einflüsse auf postoperativen Astigmatismus und Inzidenz von Immunreaktionen einfach nachzuvollziehen. Unklar bleibt jedoch der praktische Nutzen für den Patienten im Langzeitverlauf, denn gegenüber der perforierenden Keratoplastik kommen bei allen lamellierenden Verfahren möglicherweise die Transparenz beeinträchtigende Interface-Problematiken zum Tragen, die das funktionelle Ergebnis beeinträchtigen können.
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