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Abstract

DO.01.14

Retrospektive Fallstudie zur Bedeutung der Transthorakalen Echokardiographie (TTE) und der dopplersonographischen Untersuchung der Arteria carotis interna (ACI) bei retinalen Gefäßverschlüssen

Klatt C., Purtskhvanidze K., Hasselbach H., Treumer F., Roider J.
Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Ziel: Retinale Gefäßverschlüsse wie der Zentralarterienverschluss (ZAV) und die Zentralvenenthrombose (ZVT) sind häufige ophthalmologische Notfälle. Ziel dieser Studie ist es, Risikofaktoren, sowie die Bedeutung der Transthorakalen Echokardiographie (TTE) und der dopplersonographischen Untersuchung der Arteria carotis interna (ACI) zu evaluieren.
Methode: In diese retrospektive Fallstudie schlossen wir 80 Patienten (38 ZAV, 42 ZVT) ein, die zwischen Januar 2002 und Dezember 2005 stationär eine isovolämische Hämodilutionstherapie sowie eine internistische Risikofaktorenabklärung erhielten. Eine TTE wurde bei 48 Patienten (60%) (31 ZAV, 17 ZVT), eine dopplersonographische Untersuchung der Carotiden bei 55 Patienten (68,5%) (34 ZAV, 21 ZVT) durchgeführt.
Ergebnisse: Krankhafte Veränderungen in der TEE fanden sich in 61,3% beim ZAV (19 Pat.) und in 23,5% bei der ZVT (4 Pat.) (p=0,01). In knapp der Hälfte der Fälle handelte es sich bei beiden Gruppen um Herzklappenfehler gefolgt von Linksherzhypertrophie. Nur in einem Fall wurden Vorhofthromben bei einem Patienten mit ZAV dokumentiert. Dopplersonographisch fanden sich Gefäßpathologien in 44,1% beim ZAV (19 Pat.) und in 9,5% bei der ZVT (2 Pat.) (p=0,04). Plaquebildung in der ACI war am häufigsten (ZAV 26,5% vs. ZVT 9,5%) gefolgt von einer Stenosierung der ACI (ZAV 17,6% vs. ZVT 4,75%) und Verkalkungen der ACI (ZAV 5,9% vs. ZVT 0%).
Schlussfolgerungen: Während beim ZAV TTE und dopplersonographische Untersuchung der ACI wichtige Rollen zur ereignisnahen Erfassung von behandlungsbedürftigen Pathologien darstellen, erscheinen diese Untersuchungen bei der ZVT zwar nicht überflüssig zu sein, jedoch weniger dringlich. So war eine asyptomatische Plaquebildung in der ACI bei ZVT in nur 9,5% der Fälle vorhanden. Eine Delegation der Untersuchungen von der stationären Notfallversorgung in die hausärztliche ambulante Versorgung erscheint, insbesondere bei Kapazitätsengpässen, gerechtfertigt.

 
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