| |
106. DOG-Kongress Home
Aktuelles
Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen
Wissenschaftliches Programm
Schwerpunkte
Donnerstag, 18.September
Freitag, 19.September
Samstag, 20.September
Sonntag, 21.September
Abstractband [PDF]
Highlights
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm
Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie
Presseservice
DOG-Homepage
|
|
AbstractDO.18.03 Abstoßungsreaktion nach perforierender Keratoplastik im Babyrattenmodell Schwartzkopff J., Reinhard T. Universitäts-Augenklinik Freiburg Ziel: Eine Eintrübung der Hornhaut nach perforierender Keratoplastik wird in der Hauptsache durch eine systemische Immunreaktion hervorgerufen. In einer Normalrisikosituation tragen die Mechanismen des okulären Immunprivilegs entscheidend zu einer hervorragenden Transplantatüberlebenszeit (>90% nach 5 Jahren) bei. Dagegen ändern sich diese Ergebnisse nach jeglicher Form kornealer Entzündung. So sind in diesen Hochrisikosituationen je nach Ausgangsbedingung lediglich 20-70% der Transplantate nach 5 Jahren klar. Im Gegensatz dazu ist das Transplantatüberleben nach perforierender Keratoplastik in Kindern unter 3 Jahren auch ohne immunologisches Risiko so stark erhöht, dass nur 15-30% der Transplantate nicht abgestoßen werden. Wir haben ein Tiermodell in jungen Ratten etabliert, an dem die immunologischen Mechanismen einer Abstoßungsreaktion nach Keratoplastik im frühen Kindesalter untersucht werden soll. Methode: Eine perforierende Keratoplastik wurde zwischen Lewis und Fisher Ratten durchgeführt, wobei Lewis Ratten als Empfängertiere dienten. Das Alter wurde sowohl auf Seiten des Spenders als auch des Empfängers zwischen 10 und 3 Wochen variiert. Postoperativ wurde der Grad der Trübung, des Ödems und der Vaskularisation des Transplantats klinisch beurteilt und das zelluläre Infiltrat histologisch untersucht. Durch systemische Depletion von natürlichen Killer (NK) Zellen, sowie durch adoptiven Transfer von regulatorischen T-Zellen wurde die Bedeutung des Immunsystems auf der Empfängerseite untersucht. Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf korneale antigenpräsentierende Zellen (APC) auf der Spenderseite gelegt. Ergebnisse: Wie beim Menschen, ist auch in jungen Ratten ein früheres immunologisches Transplantatversagen zu beobachten. Sowohl die unterschiedliche Abstoßungskinetik, als auch ein anderes zelluläres Infiltrat weisen auf einen unterschiedlichen Abstoßungsmechanismus hin. Die Ergebnisse der NK Zell-Depletion wie auch des adoptiven Transfers von regulatorischen T-Zellen deuten zusammen mit der unterschiedlichen Verteilung kornealer APC auf ein vielschichtiges immunologisches Geschehen hin, dass das Thema der weiteren Diskussion sein soll.
|
|