DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 106. DOG-Kongress
  English Site Suche:  
  106. DOG-Kongress Home

Aktuelles

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Wissenschaftliches Programm
Schwerpunkte
Donnerstag, 18.September
Freitag, 19.September
Samstag, 20.September
Sonntag, 21.September
Abstractband [PDF]
Highlights
Symposien
Kurse
Satellitenprogramm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice

DOG-Homepage
 

Abstract

DO.16.02

Häufigkeit vitreoretinaler Komplikationen nach Zyklophotokoagulation

Wagenfeld L., Klemm M., Feuerberg F., Galambos P., Wiermann A., Richard G., Zeitz O.
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Eppendorf, Hamburg

Ziel: Die Cyclophotokoagulation (CPC) ist ein häufig angewendetes Verfahren zur laserchirurgischen Drucksenkung bei Glaukompatienten. Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören die Bulbushypotonie und die Phtisis bulbi. Bekanntermaßen führt die CPC zu einer transienten Entzündung, vornehmlich des vorderen Augenabschnitts. Dies könnte ein vermehrtes Auftreten von epiretinalen Gliosen und Makulaödemen bedingen.
Methode: Es wurden retrospektiv alle Akten von Patienten, die in den Jahren 2005 bis 2007 mit einer CPC behandelt wurden, ausgewertet. Gesucht wurde nach schwerwiegenden OP-bedürftigen vitreoretinalen Erkrankungen, bei diesen Patienten.
Ergebnisse: Im Beobachtungszeitraum wurden insgesamt 707 Patienten mit 1456 Cyclophotokoagulationen behandelt. 15 Patienten wurden im Zeitverlauf nach der CPC aufgrund vitreoretinaler Erkrankungen operiert. Zu den Operationsindikationen zählten: epiretinale Gliose 3x, vitreoretinale Traktion 2x, Makulaödem 2x, Ablatio retinae 2x, choroidale Neovaskularisation 2x, Endophthalmitis 2x, Glaskörpertrübungen und Sekundärglaukom je einmal. Die Durchschnittliche Zeit zwischen der Durchführung der letzten CPC und Operation der vitreoretinalen Erkrankung betrug 336 ± 38,6 Tage. Der überwiegende Teil der vitreoretinal operierten Patienten wies bereits vor der CPC multiple Voroperationen und komplexe ophthalmologische Mischdiagnosen auf.
Schlussfolgerungen: Ein direkter Zusammenhang zwischen der Cyclophotokoagulation und dem Auftreten operationsbedürftiger Netzhautkomplikationen konnte in unserer Auswertung nicht gefunden werden. Selbst bei der insgesamt niedrigen Inzidenz von 15/707 Fälle wiesen fast alle betroffenen Augen multiple Voroperationen und andere Erkrankungen auf, was eine ursächliche Rückschlüsse zwischen CPC und vitreoretinaler Komplikationen nicht zulässt. Die ursprüngliche Hypothese eines vermehrten Auftretens von Makulaödemen und Gliosen konnte nicht bestätigt werden.

 
Zurück    
Seitenanfang