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Abstract

DO.18.05

Funktionales Matching in der perforierenden Keratoplastik

Böhringer D., Reinhard T.
Universitäts-Augenklinik Freiburg

Ziel: Immunreaktionen sind die Hauptursache für das Transplantatversagen nach perforierender Keratoplastik. Die einzig sichere Primärprophylaxe besteht in der vollständigen Vermeidung von 'empfängerfremden' Transplantationsantigenen. Mit Ausnahme von Material aus eineiigen Zwillingen oder autologen Transplantaten ist diese Strategie aufgrund der genetischen Vielfalt im Allgemeinen nicht praktikabel. Nicht alle genetischen Unterschiede sind indes in gleichem Maße für Abstoßungsreaktionen verantwortlich. Speziell in der perforierenden Keratoplastik wird die relative Wertigkeit der Haupthistokompatibilitätantigene (HLA) und so genannter Minor Transplantationsantigene kontrovers diskutiert.
Methode: Die aktuelle klinische Datenlage zum HLA-Matching und zum Matching ausgewählter Minor Transplantationsantigene wird referiert. Lösungsansätze für praktische Probleme, die mit der hohen Variabilität der Wartezeit auf ein Match in Zusammenhang stehen, werden diskutiert. Insbesondere wird auf HLAMatchmaker eingegangen. Dieses datenbankgestützte Verfahren erlaubt die Identifikation von HLA-Mismatches, die vor dem Hintergrund des Empfängerphänotyps von untergeordneter Relevanz sind. Dieses Verfahren scheint speziell für Re-Keratoplastiken interessant, wenn der abgestoßene HLA Phänotyp bekannt ist.
Schlussfolgerungen: Die Histokompatibilität hat das Potenzial die Prognose in der perforierenden Keratoplastik nachhaltig zu verbessern. Die Akzeptanz in der klinischen Routine wird sehr wahrscheinlich mit den erwarteten randomisierten klinischen Studien und einer fundierten Kosten-Nutzen-Analyse deutlich steigen.

 
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