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Abstract

DO.01.04

Kombinierte intravitreale Triple Therapie bei venösen Gefässverschlüssen – Ergebnisse einer Pilotstudie

Sener A.1, Koss M. J.2, Naser H.2, Al Sarireh F.2, Singh P.2, Scholtz S.2, Koch F.2
1Artemis MVZ Dillenburg; 2Abteilung für Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Universitäts-Augenklinik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main

Ziel: Klinische Wirksamkeitsprüfung der kombinierten intravitrealen Triple Therapie zur Behandlung des sekundären Maculaödems bei Zentralvenenverschluss (ZVV) und Astvenenverschluss (AVV).
Methode: Retrospektive Analyse von 47 Augen von 47 Patienten (Altersdurchschnitt 67; 21 Frauen); unterteilt in ischämische Zentralvenenverschlüsse (ZVV; Gruppe 1; n= 15), nicht-ischämische ZVV (Gruppe 2; n=7) und Astvenenverschlüsse (AVV; Gruppe 3; n =25). Im Zuge einer 23 gauge cppV wurde per nahtloser Technik eine Aspiration von 0.5 ml Glaskörper mit equivolumer Substitution von 8mg Triamcinolon und 1.25 mg Bevacizumab durch zwei separate Öffnungen mit einer Cutteröffnung (300cuts/min) durchgeführt. Primäre Untersuchungsparameter waren die Bestimmung der bestkorrigierten Sehschärfe (6m Snellen), die Messung der zentralen Netzhautdicke (OCT) und Kontrollen des Augeninnendruckes (Goldmann Applanationstonometrie). Die Art der Folgebehandlung wurde als sekundärer Untersuchungsparameter im Verlauf dokumentiert.
Ergebnisse: Postoperative Untersuchungen erfolgten im Durchschnitt nach 12, 24 und 50 Wochen. Gruppe 1 zeigte nach 50 Wochen einen durchschnittlichen Sehschärfenanstieg von 0.07 Zahlenreihen, Gruppe 2 und Gruppe 3 von jeweils 0.28 Zahlenreihen. Alle Patienten, bis auf 3/15 (20%, Gruppe 1) und 2/25(8%, Gruppe 3) zeigten einen signifikanten Rückgang des Makulaödems im OCT. Ein Anstieg des Augeninnendruckes wurde bei 5/47(11%) Patienten beobachtet und mit topischen Antiglaukomatosa kontrolliert.
Schlussfolgerungen: Im Rahmen dieser Pilotstudie konnten sehr gute funktionelle Ergebnisse, vor allem in den Patientengruppen mit nicht-ischämischem ZVV und AVV dokumentiert werden. Die Wirksamkeit könnte im Synergismus der Medikamente einerseits und in der Sauerstoffredistribution nach der cppV andererseits begründet sein.

 
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