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DO.01.05

Einjahresergebnisse der intravitrealen Bevacizumab-Therapie bei Makulaödem nach einem Venenastverschluss

Jaissle G. B., Leitritz M., Gelisken F., Ziemssen F., Bartz-Schmidt K. U., Szurman P.
Universitäts-Augenklink, Department für Augenheilkunde, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Tübingen

Ziel: Die intravitreale Injektion des anti-VEGF-Medikaments Bevacizumab (Avastin®) scheint initial eine wirksame Therapie des Makulaödems (MÖ) nach einem Venenastverschluss zu sein. Ob diese Therapieform eine langfristige Befundstabilisierung erzielen kann, ist jedoch noch immer unklar. Ziel dieser Studie war daher, die Langzeitwirksamkeit der Bevacizumab-Therapie beim Makulaödem (MÖ) nach einem Venenastverschluss zu untersuchen. Zudem sollte diese Therapie mit dem Goldstandard der Grid-Laserphotokoagulation verglichen werden.
Methode: In dieser prospektiven, interventionellen Studie wurden konsekutiv 23 zuvor unbehandelte Augen mit einem perfundierten MÖ nach einem Venenastverschluss über einen Zeitraum von einem Jahr mit intravitrealen Bevacizumab-Injektionen (1,25mg) behandelt. Als Verlaufsparameter dienten Sehschärfe und zentrale Netzhautdicke. Zusätzlich wurden die Visusdaten auf die nicht-logarithmischen Visustafeln der Branch Vein Occlusion Study Group von 1984 umgerechnet.
Ergebnisse: Der Median der Sehschärfe verbesserte sich nach 48 Wochen um 3,0 Zeilen. Dies war mit einer signifikanten Abnahme der zentralen Netzhautdicke um 39% verbunden. Die durchschnittliche Anzahl von Reinjektionen betrug in den ersten 6 Monaten 1,6 und verringerte sich im zweiten Halbjahr auf 0,8. Mit den umgerechneten Visuswerten gewannen 65% der Patienten zwei oder mehr Zeilen und kein Patient verlor mehr als eine Zeile.
Schlussfolgerungen: Wiederholte intravitreale Bevacizumab-Injektionen führen auch langfristig zu einem signifikanten Visusanstieg und einer Reduktion der zentralen Netzhautdicke. Die Anzahl der Injektionen die benötigt wird, um diesen Effekt aufrecht zu erhalten, verringert sich im Verlauf eines Jahres. Jedoch erscheint diese Therapie der Grid-Laserphotokoagulation nur geringfügig überlegen zu sein.

 
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