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DO.01.07

Visusverlauf nach intravitrealen Injektion von Bevacizumab bei retinalen Venenverschlüssen

Noske W., Lechner S., Burau H., Hinze R.
Augenklinik, Städtisches Klinikum Brandenburg GmbH, Brandenburg, Deutschland

Ziel: Intravitreale Injektionen von Bevacizumab können zu einem Rückgang des Makulaödems und zu einer Visusverbesserung bei retinalen Venenverschlüssen führen.
Methode: Wir haben retrospektiv den Visusverlauf von 26 Patienten mit 10 Venenastverschlüssen und 16 Zentralvenenverschlüssen analysiert, die bisher 1-4 (insgesamt 35) intravitreale Injektionen von 1-2,5 mg Bevacizumab erhielten. Die Nachbeobachtungszeit nach der Injektion betrug mindestens 4 bis maximal 77 Wochen.
Ergebnisse: Acht von 10 Patienten mit einem Venenastverschluss zeigten innerhalb von 4 Wochen mindestens eine Visusverbesserung >3 Zeilen. Sieben dieser 10 Patienten konnten über einen Zeitraum von >12 Wochen nachuntersucht werden. Nur bei 2 Patienten wurden wegen eines erneuten Abfalls der Sehschärfe erneute Injektionen erforderlich. Bei allen 7 Patienten lag die letzte Sehschärfe um >3 Zeilen über der Sehschärfe vor der ersten Injektion Elf von 16 Patienten mit Zentralvenenverschluss zeigten innerhalb von 4 Wochen nach der Injektion einen Visusanstieg von >3 Zeilen. Elf der 16 Patienten konnten >12 Wochen nachbeobachtet werden. Bei 4 dieser Patienten war die Sehschärfe bereits nach einer Injektion von Bevacizumab über >3 Monate stabil, 7 Patienten benötigten 2 bis 5 Injektionen. Sechs dieser 11 Patienten zeigten zum Zeitpunkt der letzten Nachuntersuchung (12 bis 77 Wochen nach erster Injektion) mindestens eine Verdoppelung der Ausgangssehschärfe.
Schlussfolgerungen: Bevacizumab führte bei 19 von 26 retinalen Venenverschlüssen zu einem schnellen Visusanstieg der bei 9 von 18 Patienten nach einer einzigen Injektion über mindestens 3 Monate anhielt. Der mittel- und langfristige Einfluss von Bevacizumabinjektionen bei retinalen Venenverschlüssen sollte in entsprechenden Studien überprüft werden.

 
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