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Abstract

DO.02.03

Dekontamination von Flusssäure mittels Wasser, Calciumgluconat 2% und Anti-HF-Lösung

Schrage N. F.1, Foerst M.2, Frentz M.3, Spoeler F.2
1Augenklinik Köln Merheim; 2Institut für Halbleitertechnik an der RWTH Aachen; 3Universitäts-Augenklinik RWTH Aachen

Ziel: Verätzungen an Augen können mittels hochauflösendem OCT als Echtzeit Ereignis dargestellt werden. Mittels dieser Technik untersuchten wir die Effektivität von Dekontaminationslösungen die in der Regel zur Behandlung von HF-Verätzungen empfohlen werden.
Methode: Enucleierten Augen von Kaninchen wurden mit 25µl einer 1,25 molaren HF für 25 sek verätzt. Sofort nach Entfernen der Ä'tzsubstanz wurde entweder sofort mit je 1 Liter Wasser, 2% Calciumgluconat oder „Anti-HF“ Lösung der Firma Prevor für 15 min gespült, bzw. die Augen unbehandelt belassen. Über einen Zeitraum von 75 min wurde das Ergebnis mittels OCT überwacht.
Ergebnisse: Am Zeitpunkt 15min nach Applikation von HF zeigtenunbehandelten Hornhäute eine vollständige Durchdringung. Die Verwendung von Wasser konnte zu Ende des Spülvorgangs (15 min) die Schwere der Verätzung zwar reduzieren, hatte aber tiefgehende stromale Veränderungen zur Folge und konnte eine volle Penetration (Zeitpunkt 75 min) nicht verhindern. Calciumgluconat konnte initial die Verätzung stoppen, weitere Beobachtung zeigte aber auch hier eine vollständige Penetration der Chemikalie durch die Hornhaut. Einzig die “Anti-HF” Lösung war in der Lage ein weiteres Vordringen der Verätzung über den Messzeitraum zu verhindern. Es kam bei der unbehandelten wie auch bei den Wasser und Calciumgluconat gespülten Hornhäuten zu starken Eintrübung, lediglich die „Anti-HF“ behandelten Hornhäute blieben klar
Schlussfolgerungen: Es besteht ein signifikanter Unterschied in der Dekontamination von Flussäure in Abhängigkeit zur verwendeten Spüllösung bei cornealen Gewebe. Das Spülen mit Wasser ist einer Nichtbehandlung vorzuziehen, signifikante Verbesserungen der Penetration zeigt die Verwendung von Calciumcluconat. “Anti-HF” Lösung erreicht zwei wichtige klinische Ziele: Stpo der Penetration und Klarheit der Hornhaut. Der Mechanismus der Dekontamination ist mittels OCT direkt ersichtlich und somit der Vergleich von Spüllösungen möglich

 
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