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Pressemeldungen
In Deutschland leiden etwa eine Millionen Menschen an einem Glaukom. Im
Krankheitsverlauf sterben zunehmend Nervenzellen im Auge ab. Es kommt
zu Gesichtsfeldausfällen und – im schlimmsten Fall – zur Erblindung. „Die
Ursache der Erkrankung wurde lange allein in einem erhöhten Augeninnendruck
gesehen. Doch viele Menschen mit erhöhtem Augeninnendruck ofessor Dr. med. Norbert Pfeiffer, Direktor der Universitätsaugenklinik Mainz. Gemeinsam mit seinem Forschungsteam sucht Pfeiffer deshalb nach anderen Erklärungen für die Krankheit. Eine mögliche Ursache sehen die Wissenschaftler in Angriffen des körpereigenen Abwehrsystems: Das Glaukom könnte eine Autoimmunerkrankung sein, bei der der Körper durch die Bildung sogenannter Antikörper eigene Strukturen schädigt. Antikörper sind Proteine, die vom Immunsystem gebildet werden. Sie sind in der Lage, an Fremdkörper anzudocken und diese zu zerstören. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass Glaukom-Patienten Antikörper bilden, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. Dabei können Bestandteile des Sehnervs und der Netzhaut angegriffen werden“, erläutert Pfeiffer im Vorfeld des DOGKongresses. Möglich ist jedoch auch, dass die Antikörper nicht Auslöser sondern Folge der Erkrankung sind. In weiteren Studien geht das Forschungsteam dieser Frage derzeit nach. Ob Ursache oder Folge einer Glaukomerkrankung: „In jedem Fall könnten
die Antikörper künftig als Biomarker zum Einsatz kommen. Unser Fernziel
ist die Entwicklung eines Bluttests zur Früherkennung des Glaukoms, der
die Bestimmung des Augeninnendrucks ergänzt“, erklärt Pfeiffer, der mit
seinem Team die Forschungsergebnisse im September auf dem DOG Kongress |
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