DOG Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft 106. DOG-Kongress
  English Site Suche:  
  106. DOG-Kongress Home

Aktuelles

Grußworte
Organisation, Termine
Ablauf des Kongresses
Preise und Forschungsförderungen

Wissenschaftliches Programm

Hinweise, Informationen
Rahmenprogramm
Sponsoren, Industrie

Presseservice
Pressekontakt
Pressemeldungen
Pressemappen
Pressekonferenzen
Kongress-Pressebüro

DOG-Homepage
 

Pressemeldungen


106. Kongress der DOG
18. bis 21. September 2008, Estrel Hotel Berlin
Auch ohne Brille alles im Blick:
Hochpräzise Lasertherapien korrigieren Fehlsichtigkeit

Berlin, August 2008 – Dank der Fortschritte in der Augenheilkunde kommen immer mehr Menschen ohne Brille aus. So ist die Lasertherapie mittlerweile nicht nur bei Kurz- und Weitsichtigkeit, sondern auch bei Hornhautverkrümmungen klinische Routine. Bei Alterssichtigkeit könnte der sogenannte Femtosekundenlaser künftig ebenfalls Abhilfe schaffen. Er sendet Blitze im Bereich einer billiardstel Sekunde aus und ermöglicht noch präzisere Schnitte. Die operative Behandlung von Fehlsichtigkeit ist ein Schwerpunkt auf dem 106. Kongress der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Viele kurzsichtige Menschen haben zusätzlich zu ihrer Sehschwäche eine Hornhautverkrümmung. Diese führt ebenfalls zu Abbildungsfehlern auf der Netzhaut. „Betroffene denken häufig, dass für sie eine Laserbehandlung nicht in Frage kommt. Doch das ist ein Trugschluss“, erklärt Professor Dr. med. Thomas Kohnen, leitendes Mitglied der Kommission Refraktive Chirurgie der DOG und des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) und stellvertretender Direktor der Klinik für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Lasertherapien, die heutzutage eingesetzt werden, ermöglichen es den Ärzten, die Hornhaut an einzelnen Stellen unterschiedlich stark abzutragen. „Ein Eyetracker erkennt kleinste Augenbewegungen und führt den Laserstrahl während der Operation entsprechend nach“, erläutert Kohnen.

Eine weitere Verbesserung der operativen Behandlung von Fehlsichtigkeit verspricht sich Professor Kohnen vom Femtosekunden-Laser. Dieser sendet Lichtpulse aus, die im Bereich einer billiardstel Sekunde liegen.„Der Femtosekunden-Laser ist noch präziser und sicherer als bisherige Verfahren“, erklärt Kohnen im Vorfeld des DOG-Kongresses. Derzeit wird er vor allem beim sogenannten Lentikelschnitt eingesetzt. Mit diesem löst der Arzt zu Beginn der Behandlung die oberste Schicht der Hornhaut ab und klappt sie zur Seite. Am Ende wird die Schicht wieder „zurückgefaltet“. Bislang nutzten Ärzte für den Lentikelschnitt ein elektronisch geführtes Skalpell.

Darüber hinaus könnte der Femtosekunden-Laser in Zukunft möglicherweise auch bei Alterssichtigkeit Abhilfe schaffen. Zur Alterssichtigkeit kommt es, weil die Augenlinse im Alter die Fähigkeit verliert, auf die Nahsicht umzustellen. Betroffene müssen eine Lesebrille tragen. Es gibt bislang zwar schon Implantate zur Korrektur dieser Art der Fehlsichtigkeit, allerdings noch keine anerkannte operative Vollkorrektur an der menschlichen Linse selbst. „Mit dem Femtosekundenlaser sind ultrafeine Schnitte in der Augenlinse möglich. Damit eröffnen sich völlig neue therapeutische Möglichkeiten. Eine davon könnte auch die Korrektur der Alterssichtigkeit sein“, berichtet Kohnen, der diese und weitere Neuheiten auf dem 106. DOG-Kongress in Berlin vorstellen wird.


Terminhinweise
:
Vorab-Pressekonferenz
anlässlich des 106. DOG- Kongresses
Donnerstag, 11. September 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr

Kongresssitzung: Refraktive Chirurgie:
Was ist noch Forschung, was ist praktische Anwendung?
Freitag, 19. September 2008, 14.00 bis 15.30 Uhr, Estrel Hotel Berlin, ECC
Raum 3, Sonnenallee 225, 12057 Berlin


  Zurück    
Seitenanfang