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Pressemeldungen

106. Kongress der DOG
18. bis 21. September 2008, Estrel Hotel Berlin
Karrierewege in der Hochschulmedizin:
DOG
diskutiert Auswege aus der Nachwuchsfalle
Berlin, September 2008 – Nachwuchsprobleme in der
Forschung haben auch das Fachgebiet der Augenheilkunde
und Sehforschung erreicht. Schon jetzt entscheiden sich viele
junge, hochqualifizierte Ärzte für eine Karriere außerhalb der
Hochschulmedizin. Hält dieser Trend an, wird die klinische
Forschung in Deutschland in wenigen Jahren vor dem Aus
stehen. Vertreter aus Universitätsmedizin, Forschungsförderung
und Politik erörtern deshalb auf einer Podiumsdiskussion
am 18. September 2008 Wege, wie diese
Entwicklung gestoppt und umgekehrt werden kann. Die
Gesprächsrunde unter dem Motto „Karrierewege in der
Hochschulmedizin – wie bleibt die Augenheilkunde attraktiv“
findet im Rahmen des 106. Kongresses der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) statt.
„Viele junge Augenärzte interessieren sich für eine Karriere in
Wissenschaft, Forschung und Lehre. Doch angesichts oft ungünstiger
Rahmenbedingungen wie immenser Bürokratie und unangemessener
Vergütung entscheiden sie sich zunehmend dagegen“, erklärt Professor
Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der DOG. Dadurch gestaltet es sich
immer schwieriger, geeignete Bewerber für Positionen an der Schnittstelle
zwischen Wissenschaft, Forschung und Patientenversorgung zu finden.
Diese Entwicklung gefährdet nicht nur den Forschungsstandort
Deutschland. Auf lange Sicht leidet auch die Qualität in der Patientenversorgung,
da diese vom wissenschaftlichen Fortschritt abgekoppelt wird. „Die Sehforschung in Deutschland lag im internationalen Vergleich immer
weit vorn. Gelingt es uns nicht, mehr Nachwuchsmediziner für eine
akademische Laufbahn zu begeistern, wird sich diese Entwicklung
umkehren“, befürchtet Holz.
Die Podiumsdiskussion auf dem 106. DOG-Kongress soll dazu beitragen,
Auswege aus der Nachwuchsfalle aufzuzeigen. Vertreter aus Medizin,
Die DOG (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) ist die medizinischwissenschaftliche
Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Sie vereint unter
ihrem Dach mehr als 5 400 Ärzte und Wissenschaftler, die augenheilkundlich forschen,
untersuchen und behandeln. Wesentliches Anliegen der DOG ist es, die Forschung in der
Augenheilkunde zu fördern: Sie unterstützt wissenschaftliche Projekte und Studien,
veranstaltet Kongresse und gibt wissenschaftliche Fachzeitschriften heraus. Darüber
hinaus setzt sich die DOG für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Augenheilkunde
ein, indem sie zum Beispiel Stipendien vor allem für junge Forscher vergibt. Gegründet im
Jahr 1857 in Heidelberg, ist die DOG die älteste medizinisch-wissenschaftliche
Fachgesellschaft der Welt.
Forschungsförderung und Politik erörtern, wie sich die Attraktivität der
Karrierewege in der Hochschulmedizin verbessern lässt. Neben Professor
Dr. med. Martin Zeitz als ehemaligem Sprecher des Fachkollegiums
Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Vertretern
der DOG nehmen auch Dr. Hans-Georg Faust (MdB, CDU) und Dr.
Konrad Schily (MdB, FDP) an der Gesprächsrunde teil. Dr. Schily ist
Mitglied, Dr. Faust Stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses
des Deutschen Bundestages.
Terminhinweise:
Politische Diskussionsrunde: „Karrierewege in der Hochschulmedizin – wie
bleibt die Augenheilkunde attraktiv“
18. September 2008, 18.00 Uhr
Estrel
Hotel Berlin, Saal Estrel A/B
Sonnenallee 225, 12057 Berlin
Gesprächsteilnehmer:
Dr. Hans Georg Faust, MdB (CDU), Stellvertretender Vorsitzender des
Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages
Dr. Konrad Schily, MdB (FDP), Mitglied im Gesundheitsausschuss
des Deutschen Bundestages
Professor Dr. med. Gabriele Thumann, Universitäts-Augenklinik
Aachen
Professor Dr. med. Martin Zeitz, Sprecher des Fachkollegiums Medizin
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Amtsperiode 2004-2007
Professor Dr. med. Anselm Kampik, Generalsekretär der DOG
Professor Dr. med. Frank G. Holz, Präsident der DOG
Vorab-Pressekonferenz anlässlich des 106. DOG-Kongresses
11. September 2008, 12.00 bis 13.00 Uhr
Tagungszentrum im Haus der
Bundespressekonferenz, Raum II + III
Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Pressekonferenz anlässlich des 106. DOG-Kongresses
18. September 2008, 13.00 bis 14.00 Uhr
Estrel Hotel Berlin, Raum 30241,
Sonnenallee 225, 12057 Berlin
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